Freitag, 11. April 2014

Mal was anderes: Kinderbücher vs. ihre Verfilmungen


 Neulich habe ich mir die Verfilmung einer meiner Lieblings-Kinderbuch-Reihen angesehen. Das Erlebnis war - sagen wir mal - ernüchternd..
Statt das ganze am im Buch angedachten Handlungsort spielen zu lassen, wurde alles einfach auf einen völlig anderen Kontinent verlegt.
Die meisten der bekannten Figuren tauchten dementsprechend gar nicht erst auf und wenn doch, hatten sie mit ihrem literarischen Vorbild meistens nicht mehr gemein, als den Namen.
Letzteres kennt man ja von diversen Buchverfilmungen, aber speziell Kinderbücher scheinen was die Nähe zum Original angeht unter einem schlechten Stern zu stehen..

Wisst ihr noch, wie ihr euch als Kind oder Teenager fremdgeschämt habt, wenn Erwachsene krampfhaft versucht haben "cool" und "jugendlich" zu wirken. Genauso fühle ich mich jedesmal, wenn ich mal wieder eine verwurstete Verfilmung sehe.
Mein persönlicher Brechreiz-Moment ist immer der, in dem sie anfangen zu rappen oder sonst wie pseudolässig zu musizieren.
Urgh, das fand ich schon als Kind so richtig scheisse.

Hey, inzwischen bin ich keines mehr, deswegen kann ich das nicht so gut beurteilen.
Aber ist es wirklich notwendig dass jede Geschichte, die in der Vergangenheit spielt in die Gegenwart geholt wird?
Und muss dann eigentlich anstatt des Gehirns folgerichtig immer irgendein technischer Firlefanz eingesetzt werden?
Bleibt das ganze nur so für Kinder und Jugendliche von heute spannend?  
Sind cräzy verrückte Wissenschaftler, die mit Läserrobotern eine Bank ausrauben spannender als alte Spukschlösser?
Kennt jemand von euch Kinder, die er mal fragen könnte?
Schon klar, dass die Produzenten dass nur machen, weil sie glauben, anders das Interesse der Kids *urgh* wecken zu können, aber warum passiert dass dann nich auch häufiger bei anderen Romanverfilmungen?


Ich hätte da ein paar Vorschläge:


Buch vs Verfilmung 
























Kommentare:

  1. Guter Beitrag. Ich fühle deinen Schmerz! Der Plot von dem Film klingt wie der typische 0815-Hollywood-Teenie-Murks.

    Mir geht es mit meiner Lieblingskinderbuchreihe ähnlich: für den Film wurden die ersten 3 Bücher zusammengeklatscht und charakterlich war niemand so wie er sein sollte. Das Setting war zwar einigermaßen wie im Buch, was aber nix nutzt, wenn man ansonsten die komplette Seele rausgerissen hat. Der Autor wurde übrigens von den Dreharbeiten ausgeschlossen, weil er sich kritisch geäußert hat. Er hat sich wenigstens damit gerächt, im Audiokommentar alles unterschwellig zu beleidigen...

    Generell glaube ich, dass man Kinder oft für dämlicher hält als sie sind und deswegen meint vieles "runterbrechen" und oberflächlicher machen zu müssen -.-

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    1. das kommt mir bekannt vor, was du beschreibst, war es zufällig das hier: https://www.youtube.com/watch?v=7vy3iVujc5U

      ?

      das war ja auch eher mau..

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    2. Ich meinte die Verfilmung der Lemony Snicket Bücher...erschreckend, bei wie vielen Büchern die Verwurstung anscheinend abgezogen wird!

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    3. Oha, da kenne ich tatsächlich nur die Verfilmung.. dachte mir aber schon, dass sie Bücher wesentlich besser sein müssen.

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